Vereins- Chronik der Turn- und Sportgemeinde 1886 Albisheim e.V


Es ist wahrlich keine leichte Aufgabe, eine „Geschichte der Turn- und Sportgemeinde 1886 Albisheim e. V.“ zu schreiben. Vor allem dann nicht, wenn - wie im vorliegenden Falle - aus den ersten 40 Jahren unseres Vereins überhaupt keine protokollarisch-schriftlichen Auf­zeichnungen vorliegen! Es ist müßig, heute nach dem „Warum“ zu fragen. Mehr als be­dauerlich ist vielmehr die Tatsache, dass auch aus jüngerer Zeit nicht alle Protokollbücher „lückenlos“ vorliegen.

 

Unser heute 100-jähriger Verein entstand am 25. August 1886 als „Turnverein Albisheim“, in einer Zeit der sog. „Gründerjahre“ (Reparationszahlungen aus Frankreich führten im da­maligen Deutschen Reich zu einer „Scheinblüte“) und des sich ausweitenden Imperialis­mus (1884/85: Gründung deutscher Kolonien in Süd-West-Afrika, Kamerun, Togo, Ostafrika u. a.).

 

Welchem Ziel sich die Vereinsgründer damals verschrieben, geht aus den „Statuten des Turnvereins Albisheim e. V.“ hervor. Dort wird unter Punkt II „Zweck des Vereins“ genannt:

„Pflege von Leibesübungen aller Art und des Spiels zu körperlicher und sittlicher Ertüchti­gung zum Wohle des Einzelnen und der Gesamtheit, Veranstaltung geselliger Unterhal­tung, Pflege des Deutschen Volksbewußtseins und vaterländischer Gesinnung, alle politischen und Parteibestrebungen sind verboten.“

Die Turner haben sich zu allen Zeiten von der Öffentlichkeit falsch eingeschätzt gefühlt. Sie wurden und werden vielleicht noch immer als Geräte- oder Kunstturner identifiziert. Dabei waren die Geräte auch damals nur eine von vielen Möglichkeiten, sich körperlich und geistig „fit“ zu halten. Laufen, Springen, Schwimmen, Wandern u. a. gehörten schon zu den „Turnübungen“ der ersten Stunde. Auch in Albisheim waren die „Turner“ die Stammväter der Turn- und Sportbewegung!

Um mit Willi Greite, dem derzeitigen Präsidenten des Deutschen Turner-Bundes (1986) zu spre­chen, sind „Turnvereine - aufgrund der Mitgliederstatistik - also zunächst in kleinen Ge­meinden zuhause. Man darf darin wohl ein Zeichen der Volksnähe und der Verwurzelung im Lebensbereich der Gemeinden sehen.... Turnvereine sind gesellschaftspolitische und soziale Übungsfelder mit familiärem Charakter, Zentren kommunaler Geselligkeit, Bege­gnung und Kommunikation.“ Dies trifft in vollem Umfang auch für den Turnverein Albis­heim zu!

 

Über die Gründungsmitglieder sind wir nur über das im Jahre 1926 organisierte 40. Stif­tungsfest des TV Albisheim unterrichtet. Im Rahmen des damaligen Festbanketts wurde im Saale Weil (das spätere Gasthaus Maurer, heute Gottesdienstsaal der Menonitischen Brüdergemeinde) folgender Gründungsmitglieder ehrend gedacht:

Hermann Kampf (er war höchstwahrscheinlich der 1. Vorsitzende des TV Albisheim / sein Sohn Jakob Kampf war zur Zeit des 40. Stiftungsfestes der 1. Vorsitzende), Karl Göhring, Simon Bretz, Georg Beck, Friedrich Kitsch (er war zeitweise Bürgermeister in Albisheim), Jakob Miesel, Johann Leuck, Berthold Metzger, Heinrich Weigel, Valentin Boos, Jakob Emmel IV, Josef Römer, Philipp Mandler, Ph.(?) Fuchs.

In der am 2. Januar 1926 bei Weil abgehaltenen Hauptversammlung wurden die noch le­benden Gründungsmitglieder Jean (Johann) Leuck, Jakob Miesel, Karl Göhring und Ber­thold Metzger einstimmig zu Ehrenmitgliedern ernannt.

Wie wichtig die geselligen Veranstaltungen, neben den Turnübungsstunden und dem Be­such von Gauturnfesten (1924 in Eisenberg, 1925 in Kindenheim, 1926 in Göllheim, 1927 in Kerzenheim, 1928 in Kirchheim a. d. Eck) und anderen Wettkämpfen in frühester Ver­einszeit waren, zeigt der Veranstaltungsreigen des ältesten vorhandenen Protokollbuches. Dort werden wiederholt Theateraufführungen, Turnerbälle, Maskenbälle, Familienaben­de und „Abendunterhaltung“ (zu Ehren der Ehrenmitglieder Jakob Miesel und Berthold Metzger, die damals den Ehrenbrief der DT Turnerschaft überreicht bekamen) u. a. aufge­führt. Rückblickend hat man nicht selten den Eindruck, als ob die Geselligkeit nicht neben der Turnerei, sondern manchmal sogar vor dem Sport gestanden habe. Fairerweise muss hier festgehalten werden, dass bis in die Gegenwart hinein die Abhaltung solcher „Festivitä­ten“ vorrangig der „Auffüllung“ der Vereinskasse diente.

Auch hatten unsere Vorfahren weit weniger Möglichkeiten der Zerstreuung und Abstand vom oft tristen Alltag zu nehmen als es heute doch vielen möglich ist. Dies gilt besonders für die politisch-labilen und sozial-schweren Zeiten der Weimarer Republik und der un­mittelbaren Nachkriegszeit!

Stark beeinträchtigt wurde der Sportbetrieb in Albisheim in allen Zeiten durch das Fehlen geeigneter Wettkampfstätten. So turnte man in den 20-er Jahren - soweit es die Witterung zuließ - im Freien. Als „Turnplatz“ diente ein Wiesengelände in der Nähe der Pfrimm, im Bereich der heutigen mittleren Alleestraße. Turnerische Wettkämpfe, wie. z.B. bei Schauturnen oder beim 40. Stiftungsfest des Turnvereins, fanden auf der „Best‘schen Wiese“, ei­nem Gelände in der Steinmühle, der ehem. Molkerei, statt. Als „Turnhalle« stand zu besonderen Anlässen der Saal des Gasthauses Weil (später Rembe und Wutschke, dann Gasthaus Maurer) zur Verfügung. Stets hatten die Turner Probleme mit geeigneten Wettkampfstätten, eine Erscheinung, die bis in die jüngste Vergangenheit nicht gerade ty­pisch speziell für Albisheim war. Auch nach dem 2. Weltkrieg war das Dilemma der fehlen­den sportlichen Räumlichkeiten ein großes Handicap unseres Vereins. Hinweise wie „der Übungsbetrieb musste wegen fehlender Sportstätten vorübergehend eingestellt werden“ oder „zur Zeit ruht der Turnbetrieb...“ geben ständig Zeugnis dieser besonderen Problema­tik, erscheinen mehrfach in den Protokollen und wurden endgültig erst mit dem Bau der Pfrimmhalle (1982) abgestellt.

Sucht man nach Spuren weiblicher Sportbetätigung in unserem Verein, so kann hier viel Positives berichtet werden. Zwar sind – verständlicherweise - keine Frauen unter den Gründungsmitgliedern, wohl aber unter den Geehrten beim 40. Stiftungsfest 1926. Nur allmählich hatte auch in unserem Verein die politisch-soziale Gleichberechtigung und Gleichstellung der Frau Wurzeln geschlagen. So wird aus den ersten protokollarischen Un­terlagen der 20er Jahre ersichtlich, dass eine Riege der Turnerinnen bestand, die zur Zeit des 40. Stiftungsfestes neben einer Vielzahl von Turnern 18 Zöglinge und auch 18 Turnerin­nen umfasste. Selbstverständlich leisteten diese Turnerinnen bei allen Vereinsveranstaltun­gen sportlich und kulturell-geselliger Art ihren Beitrag.

Gleiches kann für die sportliche Ertüchtigung der Jugend im „Turnverein Albisheim“ ge­sagt werden. Kam das Jugendturnen in Deutschland allgemein erst in den 70er und 80er Jahren des 19. Jahrhunderts auf (Turnvater Jahn verstand das Turnen - im Gegensatz zu heute - ja vorrangig in seiner politisch akzentuierten Motivierung als Erziehung für die Gemeinde und den Staat und wollte seine jungen Turner auf der Berliner Hasenheide vor allem für den „Ernstfall“ körperlich ertüchtigen und charakterlich weiterbilden), so wurde sportliche Jugendarbeit in Albisheim schon sehr früh betrieben. Alte Riegenbücher für Zöglinge (= waren nach dem damaligen Verständnis junge Heranwachsende zwischen 14 und 18 Jahren!) aus der Zeit der Jahrhundertwende, die im Original noch vorliegen und ganz pedantisch den Turnbesuch der Zöglinge auflisten, belegen eindeutig, wie wichtig schon damals die sportliche Betätigung gerade junger Menschen gewertet wurde. Neben Turn-Kalendern (= ähnlich den Riegenbüchern, nur ergänzt mit allgemeinen Hinweisen und Hilfen für den „Turner“ wie Wettkampfordnung, Haftpflichtfragen, Turnliedern und Prolog-Entwürfen für Vereins-Festlichkeiten) legen alte Liederbücher für Turner Zeugnis ab vom damaligen gesellschafts-politischen Stellenwert des Sports allgemein und der Tur­nerei im besonderen.

 

1923 wurde - dieses Datum ist nicht eindeutig belegt - zum Gründungsjahr der Fußballer in Albisheim. Zwar hat man damals in Albisheim schon Fußball gespielt, aber nicht offi­ziell innerhalb des Turnvereins und sicherlich auch nicht sogleich an Rundenspielen teilge­nommen.

Zu den „Turnern“ bestand von Anbeginn an ein sehr „gestörtes“ Verhältnis. Diese „altge­dienten Turnschwestern und Turnbrüder“ hatten mit dem runden Leder wahrlich nichts am Hut. Und wenn dann schon einige „Vereinsmitglieder“ Fußball spielen wollten, dann sollten sie „gefälligst auch turnen“! Dieser Zwang führte zeitweise dazu, dass Albisheimer Fußball-Enthusiasten nach außerhalb (z.B. nach Marnheim) gehen mussten, um „ihrem Sport zu frönen“. Aus unserem heutigen Zeitverständnis heraus können wir das gar nicht begreifen. War das von Jahn eingeführte Wort „Turnen“ nicht dem lateinischen Wort „tor­nare“ (= drehen, sich wenden) abgeleitet und traf diese Definition nicht auch für Fußballer zu?! Sollte der Turnverein nicht auch schon damals ein Angebot an die „ganze Familie“ un­terbreiten? Warum also nicht auch Fußball spielen, wenn man für Turnen keine Lust oder keine Befähigung hatte. Zu diesem Streit zwischen Turnern und Fußballern in unserem Verein fällt mir abschließend nur der ewig geltende Spruch ein: „Ein Verein ist immer ein Kind der Zeit!“.

Im Turnverein Albisheim wurde das Jahn‘sche Erbe stets hochgehalten. So wurde die Jahn­ Gedenkfeier am 11. 8. 1928 zu einem besonderen Ereignis für Albisheim. Unter Mitwir­kung benachbarter Turnvereine (Einselthum, Harxheim, Bubenheim), dem einheimi­schen Gesangverein und Schulkindern sowie allen Turnerinnen und Turnern gedachte man auf „dem elektrisch beleuchteten Turnplatz“ auf der Festwiese des altverdienten Turn­vaters. Lampionumzug, ein großes Feuer auf dem Saukopf und ein abschließendes Feuer­werk umrahmten den sportlichen Teil der 150-Jahre-Gedenkfeier.

 

So blieb das Turnen bis zur Machtergreifung der Nationalsozialisten der dominierende sportliche Sektor im Turnverein Albisheim, der Fußball dagegen das „ungeliebte Stief­kind“. Höchst selten werden die Fußballer in den Protokollbüchern überhaupt erwähnt, und wenn, dann nur als „Sündenböcke“ für nicht zustande gekommene turnerische Wett­kämpfe. Angesetzte Fußballspiele mussten z. T. abgesagt werden, weil ein Teil der Fußballer bei Turnwettkämpfen oder Staffelwettbewerben benötigt wurden, was bei diesen zu hefti­gen Protesten führte.

 

Den Nazis waren die Turnvereine stets ein Dorn im Auge. Der TV Albisheim erlitt dann das Schicksal aller Brudervereine: 1935 wurde der Turnverein dem von Hitler initiierten NS-Bund für Leibesübungen eingegliedert und vorbei war es mit der Selbständigkeit der Turnerei in Albisheim.

 

Als der 2. Weltkrieg mit einer nationalen Katastrophe und dem militärischen und politi­schen Zusammenbruch Deutschlands 1945 endete, besannen sich in Albisheim schon bald wieder sportbegeisterte Bürger und Kriegsheimkehrer ihres vorübergehend ruhenden Vereins. Da aber Turnen aus politischen Gründen zunächst noch verboten war, wurde 1946 lediglich Fußballsport betrieben. In der Gründungsversammlung am 22. Mai 1946 im Gasthaus Rembe wurde die im Druck vorliegende Satzung von 76 Anwesenden (!)‚ darun­ter 15 Frauen, widerspruchslos angenommen. Laut Anordnung der französischen Mili­tärregierung vom 8. 10. 1946 war es vorübergehend verboten, den Namen „TSG“ zu füh­ren. So nannte sich der wiedergegründete Verein „Sportverein“ (= SV). Die Gründungs­versammlung der Turnabteilung fand erst am 5. 3. 1948 im 1947 gewählten Vereinslokal Gießen statt. Dabei wurden 2 wöchentliche Turnstunden im Saale Wutschke festgelegt. Schon 1949 gab es neuerliche Probleme mit der turnerischen Übungsstätte und deren Be­sitzer, so dass die Turnstunden wieder ausfielen. Bis zum Ende des Jahres 1947 bestand auch eine Damen-Handballmanschaft, die, von Karlheinz Kirch trainiert, bei den ersten Run­denspielen den 1. Platz belegten. In diesem ersten Nachkriegsjahr erlebten die Albisheimer Fußballer ihre erste Blüte. Nach einigen Jahren der Stagnation wurde Albisheim dann auf Jahre hinaus zur spiel- und meisterschaftsbestimmenden Mannschaft im Kreis (siehe auch „Sportereignisse der TSG“). Mitte der 60 – er Jahre führte ein personeller Aderlass, verbun­den mit fehlendem Engagement im Verein, zu einem absoluten Tiefpunkt, der aber schon Ende der 60 – er Jahre wieder überwunden wurde. Bedingt durch planmäßiges Training, sy­stematische und kompetent-kontinuierliche Jugendarbeit als Basis einer gesunden und leistungsfähigen Aktiven-Abteilung, hervorragende Vereinsführung und mannschaftliche Betreuung, zu der sich immer wieder sehr fähige Mitglieder bereit fanden, brachte die Kreismeisterschaft 1972 den Aufstieg in die A-Klasse Nord. Den (bisher) absoluten Höhe­punkt unseres sportlichen Vereinslebens erreichten dann unsere Fußballer 1978 mit dem Gewinn der Meisterschaft in der A-Klasse Nord und dem damit verbundenen Aufstieg in die Fußball-Bezirksliga-Westpfalz. Nach fünf erfolgreichen Jahren kehrte die Mannschaft dann 1983 in die A-Klasse Nord zurück, wo sie auch gegenwärtig noch mit wechselndem Erfolg spielt.

Parallel zu diesem Aufstieg der Fußballer lief die Verbesserung der sportlichen Infrastruk­tur innerhalb der TSG, mit zweimaliger Vergrößerung des Sportplatzes, dem Bau von Duschanlagen, der Fertigstellung des Sportheimes und der Aufstellung von Flutlichtma­sten. Hierbei erwarb sich unser verehrter Ehrenvorstand Friedhelm Becker als langjähriger Vereinsvorsitzender, Schriftführer und „Drahtzieher“ dieser Baumaßnahmen hervorra­gende Verdienste. Ohne sein ideelles Engagement und seine Beharrlichkeit — er fand u .a. in Otto Heuberger und „Turnbruder“ Robert Stein die erforderlichen Mitstreiter — wäre die Entwicklung unseres Vereins zur heutigen „Turn- und Sportgemeinde 1886 Albisheim e. V.“

unvorstellbar. Große Verdienste beim Bau des Sportheims erwarb sich Bernd Karg; er war »Motor“ dieses Vorhabens und trieb sich und seine AH-Kollegen zu verstärkten Anstren­gungen!

Bis zur heutigen Namensgebung war es aber ein dornenreicher Weg. Wie schon erwähnt, blockierte die damalige Militärregierung den Wunsch der Neugründer. Erst 1952 veranlasste der damalige Vorsitzende (späteres Ehrenmitglied) Karl Gießen, auf Vorschlag von Robert Stein, die Umbenennung in „TSG“ Albisheim. Damit wollte man auch einer Abspaltung der Fußballer entgegenwirken!

Innerhalb der Turnabteilung gab es nach dem 2. Weltkrieg ebenfalls viele Höhen und Tie­fen. Natürlich stand dem Turnen, spätestens seit dem Ende der 50-er Jahre, ein anderer Zeit­geist entgegen. Deutschland entwickelte sich zum „Wirtschaftswunderland“ und mit dem gestiegenen Lebensstandard wuchs auch das Vergnügungsangebot, entwickelte sich ein geändertes Freizeitverhalten. Viele „alte Turner“ waren aus dem Krieg nicht zurückgekehrt. Die Jugend andererseits lief der Turnerei davon. Neue „attraktivere(?)«, wahrscheinlich auch körperlich einfachere, bequemere Sportarten kamen auf und liefen dem Turnen in seiner alten, oft falsch verstandenen Form den Rang ab.

„Blütezeiten“ des Turnens in Albisheim waren, wie in anderen Vereinen auch, vorrangig davon abhängig, ob geeignete Übungsleiter und als Turner sportliche Idealisten vorhan­den waren. Trotz der ständigen räumlichen Misere wurden Übungsstätten gefunden, auch wenn sie den Vorstellungen eines modernen sportlichen Übungsraumes in keinster Weise entsprachen. Hängt nicht auch heute noch die Bereitschaft, Sport zu treiben, in erster Linie von der Begeisterungsfähigkeit und der fachlichen Kompetenz des Übungsleiters (unsere „Altvorderen“ hätten hier „Vorturner“ gesagt) ab? Solche begeisterungsfähigen und sach­verständigen „Vorturner“ besaß die TSG zeitweise in Hermann Klaaßen und Lehrer Beyer. Oberturnwart R. Stein „trommelte« zwar ständig in Sachen „Turnen“, kam sich aber allzu oft - als Vorturner inzwischen persönlich zu alt - wie ein „Rufer in der Wüste“ vor. Als Klaaßen und Beyer ihren Wohnort wechselten, war es schlecht bestellt um das Turnen in Albisheim. Zwar wurden noch vereinzelt Turnfeste besucht, Gauveranstaltungen be­schickt, aber die Zahl der Funktionäre war oft größer als die der Aktiven!

Vorübergehend stand die Leichtathletik im Vordergrund. Sportliche Wettbewerbe wie Bundesjugendspiele, Sport- und Mehrkampfabzeichen-Abnahme wurden von A. Brosda, R. Giehl (Jugend), R. Ritthaler und B. Stutzmann angeboten und teilweise bis zum heuti­gen Tag, von einer ständig größer werdenden Zahl von Vereinsmitgliedern, angenommen. Die „große Wende“ zur eigentlichen „Turn- und Sportgemeinde Albisheim“ brachte aber erst der Bau der Mehrzweckhalle im Pfrimmbereich im Jahre 1982. Vielfältige neue Sportabteilungen entstanden und prägen das Bild des heutigen Sportvereins. Im Turnbereich etablierten sich Abteilungen wie „Mutter und Kind“, „Vorschulturnen“, Turngruppen für Mädchen und Jungen nach Alter getrennt, Gymnastikabteilungen für Seniorinnen und Senioren (diese nach körperlicher Leistungseignung bzw. -bereitschaft getrennt). Eine ständige aufblühende Judoabteilung entstand, die mit der Anschaffung neuer Judomatten (1986) auch die Voraussetzungen zu wettkampfgerechtern Übungsbetrieb erhielt.

Die neu gegründete Volleyballabteilung erlebte, personell bedingt, nur einen kurzen Früh­ling. Zur Zeit fehlt hier der geeignete Übungsleiter, der vorhandene Interessenten um sich schart.

 

Auch die Fußballer profitieren von der neuen Übungsstätte. In der winterlichen Jahreszeit sind sie gegenüber der Konkurrenz nicht mehr benachteiligt. Bei ungünstiger Witterung können sie in die Pfrimmhalle ausweichen. Erfolgreich durchgeführte Hallenturniere und hervorragendes Abschneiden beim Besuch fremder Hallenveranstaltungen bezeugen für Jugend, Aktive und Altherrenmannschaften den Gewinn der neuen Halle.

Wie wichtig der Bau der neuen Pfrimmhalle für die Sportgemeinde Albisheim war, zeigt auch der seit 1984 durchgeführte „Tag des Sports“. Hier demonstrieren alle Vereinsabtei­lungen ihre sportliche Arbeit, zeigen ihre Übungsfortschritte und ihre große Freude am Sport vor einem großen und interessierten Publikum.

Auch die Geselligkeit kommt in der Gegenwart innerhalb unseres Vereins nicht zu kurz. Lange Tradition haben Veranstaltungen wie Weihnachtsfeier, Kappensitzungen (gemein­sam mit dem TTC Albisheim) oder Kameradschaftsabende der Aktiven und AH sowie Grillfeste für die Jugend.

Eines der positivsten Elemente in unserem 100-jährigen Verein ist sicher die Tatsache, dass sich immer wieder geeignete Mitglieder fanden, die das „TSG-Schiff“ kontinuierlich über alle Klippen und Wellentäler hinwegmanövrierten. Auf diese Frauen und Männer darf die TSG-Familie stolz sein. Sie sollten auch in Zukunft die Gewähr bieten und Garant sein für ein weiteres ständiges „Wachsen, Blühen und Gedeihen“!

Mit dem Wunsche, dass heute und zukünftig jeder Amtsinhaber, jeder Übungsleiter in der TSG „in übertragenem Sinne“ dem folgenden Idealfall eines Vorturners möglichst nahe kommt, möchte ich diese Vereinschronik beschließen.

 

 

Vom Vorturner

»Das Amt des Vorturners ist ein beschwerlicher Ehrendienst; das Vorturnen eine Arbeit, eine Pflicht, ein Liebeswerk, eine Kunst und eine Freude. Jeder Vorturner ist seinen Riegen­genossen durch tadelloses Betragen, Freundlichkeit und Bestimmtheit vor allem in Hin­sicht der Sitten ein Vorbild, dann aber auch, so oft eine Übung ausgeführt, ein Muster. Er ist weder ihnen ein Herr noch ihr Knecht, wohl aber steht er ihnen als Freund und Lehrer gegenüber“

(aus: „Merkbüchlein für Vorturner“, Hannover 1884, S. 19)

Bernd F. Stutzmann

Vereins- Chronik der Turn- und Sportgemeinde 1886 Albisheim e.V

von der 100-Jahrfeier bis zum 125-jährigen Jubiläum 2011


Das Jubiläumsjahr 1986 war für die TSG Albisheim kein glorreiches. Zwar wurde in diversen Ausschußsitzungen der TSG, in denen der organisatorische Gesamtrahmen des TSG-Jubiläums abgesteckt wurde, die steigende Resonanz an den vielfältigen sportlichen Angeboten der TSG positiv hervorgehoben, was zur Erhöhung der Mitgliederzahl auf 485 führte. Negativ ist aber festzuhalten, daß der Wirtschaftsbetrieb unbedingt verbessert werden muß, vor allem aber die Situation der Aktiven Sorgen bereitet. Nach dem Spielabbruch in Siegelbach sieht es nicht gut um die Position der TSG Albisheim aus. Die Teilnahme der TSG am Umzug der gemeindlichen 1150-Jahrfeier wurde als enttäuschend angesehen. Positiv wurden die Aussichten der Jugend-Fußballabteilung bewertet, nachdem Bernd Huber den wichtigen Posten des Gesamt-Jugendleiters übernommen hat. Für die Judo-Abteilung von Dieter Arnold, in der Vorbereitungen für erste Gürtelprüfungen angelaufen sind, kaufte die TSG eine 10x10m-Matte, auf der bis zu 26 Aktive gleichzeitig üben können. In der Generalversammlung am14.März 1986 stellen sich alle Abteilungen - von der Mutter-und-Kind- Abteilung von Ulrike Pohl bis zur Seniorensportgruppe von Marlies Burkheiser, von der Schwimmabteilung unter Reinhard Giehl (durch Schwimmbadbau zur Zeit verwaist) bis zur AH-Abteilung der Fußballer unter Bernd Karg - mit meist positiven Ergebnissen vor. Mangels sportlicher Perspektiven hat sich die Volleyball-Abteilung aufgelöst. Am damals traditionellen „Tag des Sports“ beteiligten sich alle TSG-Sportgruppen, was in der Gemeinde positiv bewertet wurde. Am „Volkswandern“, damals ebenfalls eine ständige TSG-Einrichtung, nahmen 1986 sage und schreibe 199 kleine und große Bürger teil.

Für die geplante Festschrift zur 100-Jahrfeier, diese soll bis Ende April fertig sein, werden in einer speziellen Ausschußsitzung die „Weichen“ gestellt, Karlheinz Kirsch sollte als Zauberer den Festkommers am 8.August 1986 verschönern, war jedoch verhindert und wurde durch den Bubenheimer „JEROME“ vertreten. Der Ablauf der Feierlichkeiten zur 100-Jahrfeier wurde „organisatorisch und inhaltlich“ ein voller Erfolg. Alle Veranstaltungen fanden ein großes und positives Echo, bemerkenswert der Gemeinsinn auch über politische Grenzen hinweg, wie Schriftführer Willi Erlenbach in seinem Protokoll vom 30.September 1986 herausstreicht. Der Mut zum Risiko „Bunter Abend“ hatte sich gelohnt, erfreulich viele freiwillige Helfer hatten dieses Event ermöglicht. Im Laufe des Jahres überdenken die Fastnachter den möglichen Umzug ihrer Kappensitzung vom Saale Maurer in die Pfrimmhalle, bleiben aber noch 1987 bei Maurer. Ab 2.Januar 1987 wurde das Sportheim an das Dreiser Ehepaar Diehl verpachtet, nachdem die alte Bewirterfamilie Selzer/Rauwolf mit Dank verabschiedet wurde. Sportlich bemerkenswert 1987 waren drei Meisterschaften der TSG-Fußballjugend, der Sieg der TSG-Reserve innerhalb der A-Klasse Nord und der „Tag des Sports“, der zum dritten Mal durchgeführt wurde. Die aktiven Fußballer gewannen das Zellertal-Turnier in Rüssingen und das Pokalturnier in Zellertal. Beim erstmals ausgetragenen AH-Pokal-Turnier wurde Albisheim Zweiter nach 6:5-Elfmetersieg gegen Kirchheimbolanden. Die D-Jugend von Bernd Stutzmann wurde Pokalsieger und Zweiter der Meisterschaft. Die Aktiven unter Trainer Claus Dreißigacker belegten 1987 einen guten 4.Rang in der A-Klasse. Im August 1987 wurde endgültig entschieden, Kappensitzungen zukünftig in der Pfrimmhalle durchzuführen. Zur Weihnachtsfeier wurde wieder ein Theaterstück aufgeführt unter dem Titel „Pferdekur“. Zum 31.März 1988 kündigte das Ehepaar Diehl den Sportheim-Pachtvertrag, so daß die Verpachtung schon wieder ein Thema bei Ausschusssitzungen wurde. Erstmals wurden beide Kappensitzungen in der Pfrimmhalle durchgeführt, erstmals fand auch eine Kinder-Kappensitzung statt. Auch 1988 wurden die TSG-Fußballer Sieger des Zellertal-Turniers in Göllheim sowie des Pokalturniers in Zellertal. Die AH wurde Sieger des Pokalendspiels in Biedesheim mit einem 3:2 über FC Marnheim und die AH-Spieler Friedel Strack, Werner Schmitt und Karlheinz Rauwolf wurden von Felix Dilg (Kerzenheim) mit der Ehrennadel des SWFV ausgezeichnet. Im Laufe des Jahres 1988 stieg die Mitgliederzahl der TSG auf 563. Im Juni 1988 stellte der Vorsitzende Stutzmann im Auftrag der TSG Albisheim den Antrag an die Gemeinde, endlich einen neuen Sportplatz zu planen und zu bauen. Dafür musste der Gemeinderat gewonnen und eine Geländebeschaffung ins Auge gefasst werden. Der alte TSG-Platz sei der schlechteste im gesamten Donnersbergkreis ! Der Gemeinderat fasste den Grundsatzbeschluss, daß gegen einen neuen Sportplatz nichts einzuwenden sei. „Heiße Debatten“ in mehreren TSG-Ausschusssitzungen folgten noch im Jahre 1988, bis der Platztyp (Hart-, Rasen- oder Kunstrasenplatz), die exakte Lage, die Ausmaße des Platzes und die Frage des zukünftigen TSG-Sportheimes abgeklärt werden konnte. Im November 1988 beschloss der TSG - Ausschuss die EDV-Erfassung in Verbindung mit einem Geschäftsbesorgungsvertrages mit der Raiffeisenbank.  Nach einem Gespräch zwischen VG-Bürgermeister Hans Appel, OB Ludwig Höchel und Vorstand Bernd Stutzmann wurde festgelegt, daß der neue Sportplatz als Typ D/Vorschlag 2 gebaut werden soll, der – theoretisch – nachträglich mit einer 400m-Bahn versehen werden könnte. Der geplante Bau soll im Kreis Kirchheimbolanden auf Prioritätsstufe I gesetzt werden…!? Im Februar 1999 sprach sich ein TSG - Ausschuss für eine gemeinsame Weihnachtsfeier aller Albisheimer Vereine aus, was aber - leider - bis in die Gegenwart ein Wunsch, eine Illusion blieb ! Keine Illusion wurde der Wunsch nach einem neuen Sportplatz, zu dem der Gemeinderat mit einstimmigen Beschlüssen zum Ankauf des Geländes und zum Platztyp die Weichen stellte. In der Generalversammlung 1989 (67 anwesende Mitglieder !) berichtet Abteilungsleiter Dieter Arnold von schönen Erfolgen der Judo-Abteilung auf Pfalzebene, darunter einem ersten Platz von Wolfgang Ernst bei den Bezirks-Einzelmeisterschaften bis 78 kg. Mit 24 Judokas wurde ein dreitägiges Zeltlager durchgeführt. Bei dem Landesturnfest in Edenkoben errangen die Turner von Heidi Sältzer zwei erste Plätze ! Im Februar 1990 vermeldet die Gemeinde Albisheim den Kauf des Geländes für den neuen Sportplatz, ins Förderprogramm des Landes kann man jedoch erst 1991 kommen. Überwiegend gute Leistungen der Aktiven (Sieger beim Zellertal-Turnier), Alten Herren (1.Platz beim Göllheimer Hallenturnier u. Kreispokalsieg in Kibo) und den Jugendmannschaften (C-Jugend wurde 2. beim Hallenturnier und im Kreispokal) meldeten die Übungsleiter auf der Generalversammlung 1990. Großen Zuspruch haben auch die Gymnastikabteilungen unter Marlies Burkheiser (Gruppe aus 68 Mitglieder), „Alten Alten“ unter Friedel Strack und „Jungen Alten“ von Bernd Stutzmann, die auch für das Sportabzeichen trainieren. Zu den zwei Kappensitzungen kamen 1990 750 Gäste. Im Verein sind inzwischen 615 Mitglieder registriert. In der zweiten Jahreshälfte 1990 drehen sich die Verhandlungen zwischen Ortsbürgermeister Fürwitt, VG-Bürgermeister Appel, Tennis-Chef Haas und Vorstand Stutzmann um den Neubau eines TSG-Sportheimes (TSG übernimmt in Eigenleistung den Bau, Gemeinde die Materialkosten/Stutzmann setzt sich dafür ein, dass die Gemeinde in Erbbaurecht der TSG Grund und Boden überlässt). Dauerthema des Jahres 1991 ist erneut der Neubau eines Sportplatzes und Dusch- und Umkleide-Räume (Sportheimbau) für die Sportler. Zu letzterem soll eine Spendenaktion innerhalb der Gemeinde beitragen, wurde auch erfolgreich durchgeführt, denn bis 11.Februar 1992 waren 26.400 DM als Spende eingegangen. Auf der Hauptversammlung 1991 wird Heidi Sältzer mit dem Dank der Anwesenden nach vierjähriger Tätigkeit als 2.Vorsitzende verabschiedet, Klaus Best als neuer 2.Vorsitzender gewählt.  Im Mai 1991 wurde der Vertrag mit der Brauerei Henninger fristgerecht gekündigt, ein neuer mit der Brauerei Bischoff/Winnweiler einstimmig beschlossen. Im August informiert OB Fürwitt, dass mit dem Anbau eines Geräteraumes an die Pfrimmhalle begonnen wird. Die Planung und Bauleitung übernahm Rainer Schroedel. Zeitgleich übernahm Wolfgang Ernst kommissarisch die Judo-Abteilung, Peter Dick wurde als Trainer tätig. Vor der Ausschusssitzung am 20.Novemer 1991 überreichte Reinhold Willig die angekündigte 5000-DM-Spende an den Vorsitzenden (zweckgebunden für den Sportheimbau).

Sportliche Hightlights pflastern die Jahre 1991/1992 innerhalb der TSG: 

Ein erster sportlicher Höhepunkt in der TSG-Vereinsgeschichte war sicherlich der Sieg im Bezirkspokal am 30.Mai 1991 in Münchweiler, als im Endspiel die TSG Kaiserslautern mit 2:1 besiegt wurde. Die Aktiven gewannen in der Saison 1991/92 außerdem die Meisterschaft der A-Klasse Nord, steigen demnach in die Bezirksliga auf. Die Meisterfeier mit Rahmen-Programm fand am 20.Juni 1992 im Saale Maurer statt. Zeitgleich wurde 1991 auch das Zellertal-Turnier in Albisheim gewonnen und die AH siegte bei drei Hallenturnieren in Kibo. In der Generalversammlung im März 1992 wurde erstmals von einem zukünftigen Rasenplatz gesprochen. Am 13.Mai 1992 fuhren der OB Fürwitt und Vorstand Stutzmann zum SWFV nach Ludwigshafen, um die Möglichkeiten einer finanziellen Förderung eines Rasenplatzes zu eruieren. Dies wird jedoch vom SWFV und durch den „Goldenen Plan“ abgelehnt. Einzige Themen einer Sondersitzung im August 1992 waren der Bau des neuen Rasenplatzes (Einsaat spätestens zum 10.10.92) und des neuen Sportheimes. Im Januar 93 wird ein Vereins-Ausschuss zur Planung und zum Bau des neuen Sportheimes gebildet. Auf der Jahreshauptversammlung 1993 weist OB Fürwitt darauf hin, dass das neue Sportheim als Lärmschutzwall im Rahmen eines Gutachtens zu sehen ist und bis 1994 fertig sein sollte. Da die Gemeinde keine Mittel bereit stellen kann, steht die TSG in der Verantwortung. Obwohl das Ehepaar Engel den Pachtvertrag des Sportheimes gekündigt hatte, bleiben sie noch 1 ½ Jahre als Pächter. Auch Aktiven-Trainer Dreißigacker (insgesamt neun erfolgreiche Jahre) bleibt noch ein weiteres Jahr zu verbesserten Konditionen. Im Juni 1993 legt ein Ausschuss fest: Die TSG Albisheim will ein funktionsfähiges Sportheim, 2-geschoßig mit Dusch- und Umkleidekabinen und einer Ausschankmöglichkeit schaffen. Inzwischen liegt der Vertrag für den neuen Rasenplatz der Gemeinde unterschriftsreif vor, nur der Wasserverbrauch muss noch geklärt werden. Weil der neue Platz neu eingegrünt werden muss, muss die Einweihungsfeier des Platzes verschoben werden. Zur Hauptversammlung im März 1994 vermeldet Kassenwartin Karin Lebkücher erfreuliche 707 Mitglieder.

Leider konnten die Aktiven den Abstieg aus der Bezirksliga nicht verhindern. Erfolge errangen dafür die Nachwuchsmannschaften. So gewann die A-Jugend unter Klaus Best die Kreis-Hallen-Meisterschaft, die D-Jugend unter Reimund Lebkücher Kreispokal und Kreis-Hallenmeisterschaft.

Auf einer Ausschusssitzung im Mai 1994 wurde der neue Sportheimplan abgesegnet, mit dem Bau soll noch 1994 begonnen werden. Parallel zu den Baumaßnahmen erringt die TSG herausragende sportliche Erfolge: Die erste Mannschaft wird Vizemeister der A-Klasse Nord, Pokalsieger im Zellertal-Turnier in Rüssingen und erreicht das Endspiel im Westpfalzpokal gegen Altenglan am 29.Mai 1994 in Otterbach. Die TSG gewann den Bezirkspokal mit 4:2 nach Verlängerung und damit einen der größten Erfolge in der Vereinsgeschichte. Am 14.Juni 1995 übergibt die Gemeinde der TSG den neuen Sportplatz, auf dem am 14.9.1995 ein Fußballspiel TSG gegen Pfälzer Parre stattfindet. Den Sportheimplan hat Bernd Huber fertiggestellt, es fehlt nur noch die Statik durch Rudolf Löpp. Zur Hauptversammlung 1995 kamen nur 36 Mitglieder, was Vorstand Stutzmann angesichts der vielfältigen Aktivitäten im Verein (u.a.11 Ausschußsitzungen in 13 Monaten) kritisiert und nicht verstehen kann. Erfreulichen Zulauf hat seit Jahren die Gymnastikgruppe von Marlies Burkheiser und die neue Stretchinggruppe von Regina Scheu/Karin Lebkücher. Nachdem eine Teil-Baugenehmigung fürs Sportheim vorliegt, soll am 1.Mai 1995 mit dem Erstellen des Schnurgerüstes begonnen werden. Am 11.11.95 soll eingeschalt und betoniert werden. In der Sitzung am 8.November 1995 wurde festgelegt, dass das Sportheim-Darlehen erst aufgenommen werden soll, wenn das gespendete Geld verbraucht ist. Außerdem werde sich die TSG nicht um die Bewirtschaftung der Pfrimmschänke bewerben. Zur 110 Jahrfeier der TSG soll 1996 keine Feier stattfinden.

Nach einem Brand im unteren Raum des Sportheimes (dabei verbrannten Trikots) wurde mit der Aachener und Münchener ein neuer Vertrag abgeschlossen, der jährlich statt 780 jetzt 1.080 DM kostet. In der Ausschusssitzung am 12.Februar 1996 gibt der Vorsitzende Bernd Stutzmann bekannt, dass er bei den Neuwahlen 1997 – nach dann etwas über 19 Jahren - nicht mehr für den Vereinsvorsitz kandidieren möchte. Sein besonderes Interesse gilt deshalb der rechtzeitigen Suche eines neuen Vorsitzenden. Auf die Befragung von Klaus Best hat dieser noch keine endgültige Antwort gegeben. Des Weiteren wurden Satzungsänderungen beschlossen (Änderung der Einladungsform zur Generalversammlung, neue Modalitäten zu Ehrungen, neue Mitgliedsbeiträge). Stutzmann wird sich bei Herrn Buch (Verbandsgemeinde-Bauabteilung) um die endgültige Baugenehmigung für das neue Sportheim einsetzen (erteilt am 14.Mai 1996, Kosten 5.447 DM !) und die Vogt-Gümbel-Stiftung um die Zuweisung finanzieller Mittel zum Neubauprojekt anschreiben. Ein hierzu geforderter Finanzierungsplan von Seiten der Gemeinde geht Stutzmann allerdings zu weit, was aus der Satzung der Stiftung eindeutig hervorgehe. Ein weiteres Thema war die zukünftige Sportheimnutzung bei AH-Spielen, was nur innerhalb der AH zu lösen sei.

Auf der Hauptversammlung am 22.März 1996 gab es zahlreiche Ehrungen. Der Vorsitzende Stutzmann weist in einem ausführlichen Jahresbericht vor Allem auf die finanziellen und sportlichen Folgen des Sportheimbaus für den Gesamtverein hin. Da ein Neubau und kein Anbau angestrebt werde, gewährt der Sportbund Pfalz „keine müde Mark“, auch aus dem „Goldenen Plan“ ist kein Geld zu erwarten…! Nach dem plötzlichen Rücktritt des Schriftführers Willi Erlenbach konnte erfreulich schnell als Nachfolgerin Karin Brandmeyer gewonnen werden. Seit Sommer 1995 wird die Zusammenarbeit der Fußball-Abteilungen, vor allem zwischen Aktiven und AH, von Stutzmann bemängelt. Das gleiche gilt für die Kommunikation zwischen Bauleitung (Rainer Schroedel trat als Bauleiter zurück) und den „Schaffern“ am Sportheim. Stutzmann bittet die Baufachleute sich abzusprechen, entstehende Konflikte nicht nach außen zu tragen.

Nach Streitigkeiten zwischen AH und Klaus Best ist dieser momentan nicht mehr bereit, für den Vorstandsposten 1997 zu kandidieren. Im Ausschuss beklagt Reimund Lebkücher das mangelhafte Engagement der AH beim Sportheimbau und bei der Bewirtschaftung des alten  Sportheims. Auch bei den Aktiven „rumort“ es, Spieler sind unzufrieden, wollen den Verein wechseln.  

In der Sitzung vom 12.November 1996 teilt Norbert Huber mit, dass er sein Amt niederlegen möchte.

Klaus Best könne aus zeitlichen Gründen weder als 1. noch 2.Vorsitzender in der nächsten Hauptversammlung kandidieren. Für den Sportheimbau sollen noch vor Winter Kunststoff-Fenster bestellt werden, damit in den Wintermonaten weitergearbeitet werden kann. In der Ausschusssitzung vom 29.Januar 1997 wurde der Text der neuen Satzung verlesen und von der Hauptversammlung am 19.März 1997 beschlossen. Ein neuer Antrag an die Vogt-Gümbel-Stiftung wurde nicht nötig, die TSG erhält (wie der Schützenverein) auf zwei Jahre gestreckt 10 000 DM, die sie für eine Kreditaufnahme einsetzen will.

Der Ausschuss stimmt einer Kreditaufnahme bei der Raiffeisenbank in Höhe zwischen 150.000 und 200.000 DM zu (Zinssatz 5,5 % auf 5 Jahre fest). Klaus Best will sich bis 19.2.1997 entscheiden, ob er im April 1997 für den Vorsitz kandidieren wird. Der Ehrenvorsitzende Friedhelm Becker wird am 20. Feb.1997 75 Jahre und soll vom Vorsitzenden Stutzmann einen Erinnerungsteller überreicht bekommen. Am 8.April 1997 wird beschlossen, dass das neue Sportheim in Erbbaurecht erstellt werden soll. Es würde dann nach 99 Jahren in Eigentum der TSG übergehen und könnte weitervermietet werden. Die Generalversammlung am 18.4.1997 war geprägt durch den Rücktritt des 1.Vorsitzenden Bernd Stutzmann und die Entscheidung um dessen Nachfolge. Stutzmann betonte in seinem Rechenschaftsbericht, nach fast 20-jähriger Amtsführung seine sich selbst gesteckten drei Ziele - Bau der Pfrimm-Turnhalle, des Rasenplatzes und des Sportheims - erreicht zu haben und spricht den vielen Helfern in dieser langen Zeit seinen herzlichen Dank aus. Nach den Berichten der einzelnen Abteilungen, der Entlastung der Vorstandschaft und dem Verlesen der neuen Satzung wurden Friedhelm Becker, Friedrich Heinrich und Friedel Strack in den erforderlichen Wahlausschuss gewählt. Für den Vorsitz kandidierten Klaus Best und Willi Erlenbach. Die geheime Wahl des Vorsitzenden erbrachte folgendes Ergebnis: Klaus Best erhielt 34, Willi Erlenbach 24 Stimmen bei 2 Enthaltungen und einer ungültigen Stimme. In einer kurzen Ansprache dankte Best für seine Wahl und Bernd Stutzmann für sein langjähriges Engagement.

Wieder gewählt wurden Norbert Ernst als 2.Vorsitzender, Karin Lebkücher als Kassenwartin, Norbert Huber als 2.Schriftführer, Hans Beck als Technischer Leiter, Bernd Huber als Gesamtjugendleiter, Peter Hehs, Paul Göhring und Reinhard Giehl als Kassenprüfer. Beisitzer wurden Manfred Engel und Peter Zelt. Der Ältestenrat setzte sich erstmals zusammen aus Friedhelm Becker, Bernd Stutzmann, Reinhard Giehl, Marlies Burkheiser und Reinhold Willig. Unter Punkt „Verschiedenes“ teilte Best mit, dass die Einweihung des neuen Sportheims für Ende 1998 geplant sei. Positiv nahm die Versammlung die Info auf, dass Willi Frank für ein Darlehen von 30.000 DM für 2 Jahre die Zinsen übernehmen will.

In Ausschusssitzungen am 13.8. und 12.11.1997 wurden die kommenden Veranstaltungen der TSG wie Jugend- und Hallenturniere sowie Weihnachtsfeiern vorbereitet. Am Sportheim steht der Einbau der Heizung und der Elektroarbeiten an, nachdem das Dach drauf ist. Inzwischen ist die TSG Eigentümer des Sportheim-Grundstücks, als Belastung fielen nur Notar- und Eintragungskosten ins Grundbuch an. Vorsitzender Best möchte die Bandenwerbung vorantreiben, wozu mehrere Firmen angeschrieben werden sollen. Norbert Huber und Bernd Stutzmann sollen notwendige Verhandlungen mit den Firmen führen. Innerhalb der Fastnachter wird diskutiert, ob eine oder zwei Kappensitzungen stattfinden sollen, Tendenz ging zu zwei. Für die Turnabteilungen wird  ein neuer Radiorecorder mit CD für DM 300 angeschafft.      

Im Januar 1998 wurden vom beantragten Darlehen die ersten 20.000 DM verbraucht (im Oktober 98 waren es bereits ca. 80.000 DM), gleichzeitig läuft die Bandenwerbung an. Auf der Generalversammlung am 18.4.1998 wurde Willi Erlenbach als Nachfolger von Schriftführerin Karin Brandmeyer bestätigt. Inzwischen hat die TSG 812 Mitglieder ! Am Sportheimbau haben Mitglieder inzwischen über 3.700 Arbeitsstunden geleistet. Beim Innenausbau waren Jürgen Burkheiser (Elektro) und Ralf Huber (Heizung) im Alleingang tätig. Vorsitzender Klaus Best spricht vor allem Norbert Huber und Manfred Engel seinen besonderen Dank beim Bau des Sportheims aus, bei dessen Entstehung mehr freiwillige Helfer zupacken müssten. Sportlich ist der Aktivenerfolg im Kreispokal, Siege im Zellertal-Turnier und bei der Gauersheimer Sportwoche sehr positiv aufgenommen worden. Hervorgehoben wurde auch die gute Platzierung der B-Jugend unter Reimund Lebkücher. In den Gymnastikabteilungen von Marlies Burkheiser und Bernd Stutzmann feierte man das 15-Jährige und die 775.Sportstunde. Endlich wurde die neue Satzung beim Registergericht in Kaiserslautern eingetragen.

Für die Fastnachtskampagne 1999 oblag die Organisation ausschließlich bei Rainer Schroedel. Für die Kostüme des Gardeballets sind bis Oktober 1998 die zugesagten Spenden eingegangen. Im Verein macht man sich Ende 1998 Gedanken um das Feld hinter der Kläranlage. Dort soll ein Trainingsplatz entstehen. Im Januar 1999 ist das Telefon im Sportheim noch nicht gelegt, die Ausschanktheke aber eingebaut, Möbel für Haupt- und Nebenräume kommen noch im Januar. Um die weitere Zusammenarbeit zwischen TTC und TSG geht es in einem Gespräch zwischen den Vorständen Best und Fuhrmann. Über den Betrieb der Sportheim-Gaststätte macht man sich intensiv Gedanken, eine optimale Lösung konnte noch nicht gefunden werden. Die Einweihungsfeierlichkeiten mit „Tag der offenen Tür“ für das neue Sportheim sind für den 3./4.Juni 1999 geplant, eine Liste der zu ladenden Gäste wurde zusammengestellt.

Bei der Generalversammlung im März 1999 wird Manfred Mahr nach dreijähriger Trainerarbeit mit Dank verabschiedet, Nachfolger wurde Wolfgang Metz. Aus allen Sportabteilungen wurden positive Ergebnisse berichtet. In der per Handzeichen stattfindenden Neuwahl aller Amtsträger gab es so gut wie keine Veränderungen. Eine neue TSG-Einrichtung entsteht im August 1999 mit dem „Stadionfest“, das sich seitdem bewährt. Auch die Sportwoche der TSG war ein voller Erfolg, die Attraktivität soll im kommenden Jahr noch gesteigert werden. Das alte Sportheim wurde ausgeräumt (ab 15.Juni 1999 übernimmt die TSG keine Haftung mehr). Für die Bandenwerbung gab es bis Januar 2000 17 Zusagen, die eingehenden Gelder sollen ausschließlich dem Fußball zur Verfügung stehen. Da das Sportheim noch nicht fertig ist, werden 2000 weiterhin Helfer gesucht ! Ein wichtiges Thema als

„Dauerbrenner“ der Ausschusssitzungen ist noch immer die Verpachtung der TSG-Gaststätte.

Wegen krankheitsbedingter Abwesenheit des Vorsitzenden Klaus Best übernahm der 2.Vorsitzende Norbert Ernst die Durchführung der Generalversammlung am 31.März 2000. In dem von Ernst vorgelesenen Jahresbericht des Vorstandes stellt dieser im sportlichen Bereich die gute Jugendarbeit - Albisheim hat derzeit Mannschaften in allen Jugendklassen (A bis Bambini) im Spielbetrieb - dem momentanen Tief der Aktiven gegenüber. Allgemein sei die Einweihung des neuen Sportheimes „ein weiterer Stein für die Zukunft der TSG“ gewesen. Trotz großer Fluktuation im Jugendbereich zählt die TSG zur Zeit 781 Mitglieder. Fastnachts-Koordinator Rainer Schroedel spricht in seinem Rechenschaftsbericht von gelungenen Veranstaltungen, monierte andererseits, dass in der Samstagssitzung erstmals 40 Plätze frei blieben und zu der Kindersitzung am Sonntag die „ortsansässigen Lehrer“ mit Abwesenheit glänzten.

In der Sitzung vom 11.4.2000 ist die Verpachtung der Sportheim-Gaststätte wieder zentrales Thema, zu dem wichtige Beschlüsse gefasst werden. Aus der Bandenwerbung (30 Schilder) soll der Erlös von ca. 9.000 DM in den Spielbetrieb fließen. Die Weihnachtsfeier 2000 soll in der Pfrimmhalle „in alter Tradition“, also mit einem Theaterstück und Tombola über die Bühne gehen. Außerdem wurde beschlossen, dass Ludwig Höchel Ehrenmitglied und Bernd Stutzmann Ehrenvorsitzender werden soll. Rainer Schroedel will eine Edelstahlküche zur Verfügung stellen. Vor Ende der Sitzung erklärt Klaus Best, dass er ab der nächsten Generalversammlung nicht mehr zur Verfügung steht. Bei der Sitzung am 14.Juni 2000 wurde die Sportwoche (9.Juli bis 23.Juli), das Bierfest (8.Juli) und die Weihnachtsfeier (2.12.) vorbereitet. Da der Trainingsbetrieb der Aktiven ab Oktober und der Spielbetrieb ab November untersagt ist (Platzwart Norbert Huber entscheidet, ob gespielt werden kann !), möchte Vorstand Best bei der Verbandsgemeinde beantragen, dass in Harxheim trainiert und gespielt werden kann. Erneut wird im September 2000 die Notwendigkeit eines Ersatzplatzes hinter dem Rasenplatz diskutiert, hierzu müsste die Gemeinde einbezogen werden. Am alten Sportplatz müssen Flutlichtmasten und Tore demontiert werden (begonnen am 25.Oktober 2000). Die Eintrittsgelder an Fastnacht werden - von Schroedel beantragt - von 13 auf 15 DM erhöht, den Fastnachtern ein Zuschuss von 250 DM gewährt. Das Theaterstück zu Weihnachten „steht“. Die Musikveranstaltung in der Pfrimmhalle war ein voller Erfolg und soll wiederholt werden.

Ab Herbst 2000 ist der alte Sportplatz am Friedhof„Geschichte“, denn am 24.Oktober begannen die Bauarbeiten am neuen Supermarkt Röss. Ein Bezirkssportgericht hat gegen die TSG-Aktiven ein Urteil gefällt, gegen das der Verein das Verbandsgericht angerufen hat.

Im Mittelpunkt der Hauptversammlung 2001 standen Ehrungen verdienstvoller Mitglieder: Zu Ehrenmitgliedern ernannt wurden Ewald Bürtel, Heinrich Füller, Albert Göhring, Reinhold Rech und Hans Burkheiser. Die Goldene Vereinsnadel erhielt Hans-Walter Schally, die silberne Stefan Bürcky und Thomas Engel. Sportlich stand die B-Jugend unter Bernd Bienroth im Fokus, wurde für die Bezirksliga gemeldet. Nach 16 Jahren erfolgreicher Arbeit trat Bernd Huber als Gesamtjugendleiter mit dem besonderen Dank der Versammelten zurück. Nicht erneut kandidieren wollten Rainer Schroedel von den Fastnachtern (Nachfolger Dirk Espenschied) und Jörg Petri als Pressewart (kommisarischer Nachfolger Bernd Stutzmann). Unter „Verschiedenes“ weist Thomas Partenheimer darauf hin, dass die TSG Albisheim inzwischen im Internet vertreten ist.

Zum Thema „Ersatzsportplatz“ hat die Gemeinde den Bebauungsplan „Floß II“ erstellt. Die Kommune will das Grundstück hinter der ehemaligen Kläranlage erwerben und auf 99 Jahre an die TSG verpachten. Das Gelände soll von der Gemeinde baureif gemacht werden und einen Lärmschutzwall erhalten. Im August 2001 wurde beschlossen: Die Wasserkosten zum Sportplatz trägt die Gemeinde, die Kosten zum Sportheim der Verein. Die Anschaffungskosten für den geplanten Ersatzplatz übernimmt die Kommune, die Herrichtungskosten des 2.Platzes die TSG. Wegen eines möglichen Zuschusses von ca. 30.000 DM führt Vorstand Best ein Gespräch mit dem Sportbund.

Im Oktober 2001 muss eine Sitzung des Ältestenrates unter Vorsitz von Bernd Stutzmann einen persönlich gewordenen Streit zwischen den Vorsitzenden der TSG (Klaus Best) und des TTC (Edwin Fuhrmann) schlichten. Nachdem der TSG-Vorsitzende die Vorwürfe Fuhrmanns (öffentliche Beleidigung und Bedrohung) nochmals bestätigte, beschloss der Ältestenrat, nach einem Gespräch mit dem TSG-Vorsitzenden diesem vor der nächsten Ausschusssitzung (am 30.Oktober 2001) einen Verweis zu erteilen. Der erforderliche Antrag wurde einstimmig angenommen, der TSG-Vorsitzende lehnte eine Teilnahme an dieser Sitzung ab. Wegen einer Brüskierung des Schriftführers zieht Willi Erlenbach persönliche Konsequenzen und legt mit sofortiger Wirkung sein Amt nieder.  

Im Oktober 2001 liegt ein Lärmschutzgutachten vor, das für die TSG positiv ist. Der Platz ist als Trainingsplatz geplant, soll kein Bolzplatz werden, erhält deshalb eine Umzäunung. Mittelpunkt des Rechenschaftsberichtes des 1.Vorsitzenden Klaus Best war in der Hauptversammlung am 22.März 2002 der Bau eines zweiten Sportplatzes als Ausweichplatz. Dank galt dem FC Biedesheim, der der TSG Albisheim vorübergehend als Spiel- und Trainingsort zur Verfügung stand.

Erstmals war mit der traditionellen Sportwoche ein Spielfest verbunden. Seit März 2002 ist Thomas Baumgärtner Gesamtjugendleiter, für die Spielrunde 2002/03 hat er neben der A-und B-Jugend (in Spielgemeinschaft mit TSG Zellertal) eine C- und eine E-Jugend gemeldet. Im G-und F-Jugendbereich wären auch Spieler vorhanden (die in Nachbarorten Aktiv sind), aber es fehlt an Betreuern !

 

Der zweite Sportplatzbau stand im Mittelpunkt der Generalversammlung 2002, auf den der Vorsitzende Klaus Best nach dem Verlust des (ungeliebten) Hartplatzes am Friedhof durch den Bau eines Supermarktes hinwies. Als Zwischenlösung fand das Aktiventraining in Biedesheim statt, wofür sich Best bei der FC-Vorstandschaft bedankte. Diese Veränderungen brachten der TSG auch wirtschaftliche Einbußen. Der Dank des Vorsitzenden galt auch der Gemeinde Albisheim, die ein geeignetes Grundstück für einen zweiten Sportplatz erwerben konnte, das der TSG im Pachtverhältnis zur Verfügung stellte und von der TSG auf eigene Kosten hergestellt werden wird. Im Bezirkspokal der Westpfalz scheiterte Albisheim nach einem 2:2 gegen den Bezirksligisten Rodenbach, das beim folgenden Elfmeterschießen mit 7:6 die besseren/glücklicheren Schützen hatte. Torschützenkönig der Saison 2001/02 wurde erneut Kai Zink mit 24 Treffern vor Dirk Kwiatkowski (22) und Sven Fischer (19). Gute Bilanz der B-Jugend als Spielgemeinschaft Albisheim/Zellertal :Sie gewann mit den Betreuern Bernd Bienroth/Thomas Griebe den Kreispokal (2:0-Sieg über Kirchheimbolanden), belegte in der Meisterschaft einen nicht erwarteten 7.Platz und nahm mit Erfolg an einem internationalen Turnier (4.Rang) in Mühlhausen teil. Einen traditionell ausführlichen Kassenbericht legte Karin Lebkücher vor. Trotz Bankschulden mache er Mut, weil den Verpflichtungen Vereinsvermögen (z.B. eigenes Sportheim) gegenüber stehe. Ende September feiert Marlies Burkheiser mit ihren Seniorinnen und die „jungen Alten“ unter Bernd Stutzmann ihr 20-jähriges Jubiläum mit einer größeren Wanderung sowie die Stretchingabteilung unter Regina Scheu/Karin Lebkücher ihr 10-jähriges Bestehen. Die Hauptversammlung schließt mit einem Appell „sich intensiver um die Jugendabteilung zu kümmern“ !

2002 rückt die Bewirtschaftung des Sportheimes in den Fokus der TSG, was ist die beste Lösung für die TSG ? Beim Bierfest 2002 spielt die Oldie-Band „Timeless“, kassiert hierfür 1.100 € ! Im gleichen Jahr kam die TSG in den Genuss von Fördermitteln:

a)       Aus dem Sonderprogramm des Ministeriums des Innern und für Sport in Höhe von 15.000,- €

b)       Über Spendenmittel der Firma HAB in Höhe von 5.113,- €

Nachdem die Teil-Baugenehmigung für den 2.Sportplatz vorlag, forderten 6 Anlieger zusätzliche u.a.Lärmschutz-Maßnahmen. Nach einer internen Kostenermittlung durch Rainer Schroedel belaufen sich die Gesamtkosten des 2.Sportfeldes auf rd. 100.000 DM ! Für die Saison 2002/03 meldete Gesamt-Jugendleiter Thomas Baumgärtner eine A-, B- (beide mit TSG Zellertal), C-(mit FC Marnheim), E-Jugend (nur TSG).

Erneut wurde im Sommer 2002 die Planung „Förderverein“ thematisiert, aber nur theoretisch. Zur Einweihung des Dorfgemeinschaftshauses (30.8./1.9.2002) stellt auch die TSG Helfer ab. Am 30.8. 2002 kam es zu einem Fußball-Benefizspiel zwischen den „Pälzer Parre“ und der AH der TSG Albisheim zugunsten der Kirchen-Glocken. Nachdem die erste Oldie-Night als Erfolg verbucht war, wurde die zweite auf das dritte Wochenende im August 2003 terminiert. Im September 2002 erhielt die TSG „den roten Punkt“ für die endgültige Baugenehmigung des 2.Sportplatzes. Im F- und E-Jugendbereich werden im September 2002 Probleme diskutiert, aber nicht behoben ! Sportlich war Kai Zink als neuer Trainer ein Glücksgriff für den Verein. Im Jugendbereich gibt es 2002/03 bei der C-Jugend Probleme, weil Marnheim keine Spieler dieser Altersklasse mehr hat. Ende 2002 beschließt die TSG das Sportheim ab 1.2.2003 zu verpachten, da die Pfrimmschänke „angeblich“ zum 27.12.2002 geräumt würde. 2003 gibt es erhebliche Dissonanzen um den zweiten Sportplatz. Vorsitzender Best kritisiert „Kritiker im Verein“, die davon reden, dass der Verein in den Konkurs getrieben würde. Stutzmann stellt fest, dass die große Mehrheit im Ausschuss diesen zweiten Platz wollte, er sei dringend notwendig gewesen. Unterschiedlich diskutiert worden sei nur die Frage, ob Rasen- oder Hartplatz (am 19.Dezember 2002 wurde der 2.Sportplatz von der Fa. Kircher übrigens eingesät). Diskussionsthemen der Ausschüsse 2003 waren Debatten um den Flutlicht-Stromverbrauch, Ballfangzaun ja oder nein, Begrünung des Dammes und der Notwendigkeit „Heckenschneiden“ sowie die sportlichen Probleme im Jugendbereich. Nach dem Ausscheiden der Übungsleiter Bernd Bienroth und Andreas Erlenbach fehlen mehrere Betreuer, im C-Jugendbereich auch Spieler. Meinungsverschiedenheiten über die Weihnachtsfeier ließen im Februar 2003 Emotionen beim Vorsitzenden Best und einigen Ausschussmitgliedern hoch kochen, die in der Drohung Best`s mündeten, er wolle bei der Generalversammlung sein Amt zur Verfügung stellen. Im März 2003 teilt er in seinem Rechenschaftsbericht u.a. mit, dass er wieder kandidieren wolle. Ihre verdienten Ehrungen in Form der Silbernen Vereins-Ehrennadel erfuhren Regina Scheu für vielfältige Aktivitäten sowie Reinhold Willig als langjähriger Aktiver und Förderer des Vereins. Sportliche Highlights des verflossenen Jahres waren der 7:1-Endspielsieg der Aktiven über TuS Göllheim beim Zellertal-Turnier in Gauersheim und der Kreispokalsieg der A-Jugend unter Bernd Bienroth. Aus dem Kassenbericht von Karin Lebkücher ging hervor, dass die TSG bei den Banken mit rd. 80.000 € in der Kreide stehe. Trotz vorheriger Störmanöver und Dissonanzen verliefen die Neuwahlen 2003 meist einstimmig und mit wenigen Änderungen. Auf Druck des Sportbundes musste der Verein seine Beiträge erhöhen.

Im Februar 2004 gibt es Meinungsverschiedenheiten zwischen VG Göllheim und TSG wegen des Wasseranschlusses am neuen Sportplatz, dessen Herstellungskosten explodiert waren. Vorstand Best beantragte eine Stundung in 24 Monatsraten. Zum Kreisheimattag in Albisheim (21.-23 Mai 2004) soll jeder Verein Helfer stellen. Der Erlös daraus soll genutzt werden, um für die Pfrimmhalle neue Matten kaufen zu können. Geringer Zuspruch im Vorjahr führte dazu, 2004 das Bierfest (14.August) anders zu gestalten. Grundsätzlich in Frage gestellt wurden zukünftig Konzerte in der Pfrimmhalle, nachdem ab sofort Security-Firmen engagiert werden müssen. Lohnen sich Konzerte dann noch ? Best erklärte, dass 2004 keine Weihnachtsfeier vom Gesamtverein ausgerichtet werde, da die Beteiligung 2003 zu gering gewesen sei. Im August 2004 erklärt der Vorsitzende Klaus Best in einer Ausschusssitzung, dass er bei der nächsten Generalversammlung nicht mehr zur Wahl antreten werde.

Negative Meldungen kamen aus der Jugendabteilung: Sowohl die A- als auch E-Jugend mussten abgemeldet werden, 2004 fanden keine Jugendturniere statt und dringend werden Übungsleiter gesucht.

In der Ausschusssitzung am 25.Januar 2005 wurde beschlossen, dass sich die Vorstandschaft entlasten lässt und anschließend ihre Ämter zur Verfügung stellt. Hintergrund dieses Beschlusses ist u.a. das andauernd schlechte Verhältnis zwischen Vorstand und Mitgliedern der AH-Abteilung. Für ihr 25-jähriges Engagement als Kassenwartin erhielt Karin Lebkücher bei der Hauptversammlung am 11.März 2005 die Bronzene Ehrennadel des Sportbundes, des SWFV und ein Blumengebinde vom Vorsitzenden Best. Unter Vorsitz des Ortsbürgermeisters F. Strack fanden die Neuwahlen statt und brachten keine (positiven) Ergebnisse. Nur der bisherige Kassenwart war bereit wieder ein Amt zu übernehmen !

Kein Anwesender wollte für den TSG-Vorsitz kandidieren. Nach Durchsicht der Satzung kam man zu dem Beschluss, dass die bisherige Vorstandschaft die Amtsgeschäfte bis zu einer neu einberufenen Hauptversammlung (angesetzter Termin: 7.September 2005) weiterführen solle. Dieser Vorschlag wurde von der Versammlung einstimmig verabschiedet. Bei der außerordentlichen Generalversammlung am 7.September gab es dann per Handzeichen die gleichen Amtsinhaber…. !

Wieder unter der Leitung von F. Strack sowie den Mitgliedern Gerhard Theobald und Bernd Huber wird am 7.September 2005 in einer außerordentlichen Generalversammlung „praktisch“ die alte Vorstandschaft wiedergewählt. Ausnahme: Für Thomas Baumgärtner wird Gerhard Theobald Gesamt-Jugendleiter.

In den Mittelpunkt seines Rechenschaftsberichtes stellt Klaus Best bei der Hauptversammlung am 31.März 2006 die „Turbulenzen im organisatorischen und sportlichen Bereich“. Ein Hoch gab es dagegen im sportlichen Bereich, wo nach dem Abstieg in der Saison 2003/2004 nach 3 Relegationsspielen der direkte Wiederaufstieg gelungen war. Gerhard Theobald kündigte 2006 wieder G- und D-Jugendturniere der TSG an. Was fehlt, sind noch immer Betreuer der Jugend. Für die Fußball-WM will die TSG einen Großbildfernseher anschaffen, gab Vorsitzender Best abschließend bekannt. Im August führte die Firma Intersport an drei Tagen in Albisheim ein Fußball-Camp durch, an dem ca.20 Jugendliche teilnahmen. Für das Sportheim bietet sich bei Klaus Best ein Interessent an, mit dem noch Details geklärt werden müssen. Am Albisheimer Markt wird sich die TSG wieder mit einem Wagen plus Fußgruppe beteiligen. In der gleichen Ausschusssitzung (August 2006) kündigt Norbert Huber an, ab 2007 nicht mehr Platzwart sein zu wollen und Klaus Best wolle nicht mehr als Vorsitzender kandidieren. Im Oktober 2006 wurde einstimmig beschlossen, Frau Fingerle auf Provisionsbasis für das Sportheim einzustellen. Die Eintrittspreise für Fastnacht wurden im Januar 2007 auf 8 Euro pro Karte angehoben. Mit dem TTC teilt man sich die Kosten (400 Euro) einer geliehenen Lichtanlage von der Fa. Ernst. Ab Februar 2007 wurden die Getränkepreise im Sportheim erhöht und Armbanduhren mit Aufdruck „TSG Albisheim“ für zukünftige Jubilare bestellt. Aus der Turnabteilung gibt Birgit Wedlich bekannt, dass beim Kinderturnen noch zwei Betreuer fehlen. Best wiederholt im Januar 2007, dass er als Vorstand nicht mehr zur Verfügung steht. Das Gleiche äussert Eric Wolk als 1. Schriftführer. Auf der Generalversammlung im März 2007 weist der Vorsitzende Best darauf hin, dass Jörg Bechtel ein weiteres Jahr als Aktiventrainer bleibt. Frau Fingerle, Pächterin des Sportheims, wünscht Klaus Best alles Gute und würdigt nochmals das langjährige Tun von Manfred Engel im und am TSG-Sportheim. Am gleichen Abend wurde Paul Göhring neben weiteren vier Mitgliedern für 50- bzw.40-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. Gesamtjugendleiter Theobald betont den regen Zuwachs bei den Jugendmannschaften, den schönen Erfolg beim Jugendturnier, das auch 2007 wieder durchgeführt werden soll. Dirk Erlenbach beklagt als Trainer der 1-b-Mannschaft, die neuerdings in einer eigenen Klasse spielt, die mangelhafte Unterstützung im Gesamtverein. Unter Leitung von Bernd Stutzmann und Thomas Partenheimer gingen die Wahlen über die Bühne, die, trotz gegenteiliger Ankündigungen, nur geringe Änderungen brachten: Reimund Lebkücher ersetzt Eric Wolk als 1.Schriftführer und Ralf Huber wird (anstelle K.-H..Baum) neuer Technischer Leiter. Die notwendige Platzpflege will zukünftig Manfred Engel für N. Huber übernehmen. Für den neuen Sportplatz stiftete Marlies Burkheiser zwei „Rentnerbänke“. In der Planung ist ein Kassenhäuschen.

2007 war die TSG Ausrichter des Markttanzes, zu dem Klaus Best mit einer Kapelle noch Anfang September Absprachen treffen wollte. Bei den Aktiven sollte Kai Zink Bechtel ab der Rückrunde 07/08 als Aktiventrainer ablösen, doch Nachfolger wurde Peter Schwarz. Norbert Huber beklagt die mangelnde  Disziplin in der Reservemannschaft (zu viele Platzverweise !). Bei der Generalversammlung am 28.März 2008 prangerte Vorsitzender Klaus Best den Vandalismus an, der auch am Eigentum der TSG (Sportheim, Sportplätze) nicht Halt macht. Jedes Mitglied solle „wachen Auges durch die Welt gehen“, Zerstörungen sofort melden.

Im Mittelpunkt standen erneut Ehrungen: Robert Schmitt, Norbert Huber, Manfred Engel und Norbert Ernst wurden für „besondere Verdienste und langjährige Mitgliedschaft“ zu Ehrenmitgliedern ernannt. Ihr 25-jähriges Sportjubiläum feierten in ihren Sportkreisen Marlies Burkheiser und Bernd Stutzmann, letzterer mit einer Tageswanderung im Pfälzer Wald. Ein grandioses sportliches Jahr lag hinter den Alten Herren, die in 27 Spielen nur zweimal verloren (Torverhältnis 96:33) und erneut Zellertal-Meister wurden. Den geselligen Teil prägten der Ausflug ins Walsertal, die Winterwanderung und die obligatorische Vatertagsfeier auf dem Saukopf. Bei TOP „Verschiedenes“ sprach der Ehrenvorsitzende Stutzmann seine Bemühungen um die Installierung eines Fördervereins an. In eine unverbindliche „Interessentenliste“ trugen sich spontan über 40 Bürger, u.a. auch Pfarrer Jacob und OB Strack ein. Kurzfristiges Ziel sei eine Gründungsversammlung, zu der sich Klaus Best mit Stutzmann kurz schließen wolle.

Die Ausschusssitzung am 20.Mai 2008 informierte, dass sich die Wirtin des Sportheimes schnell aus der Bewirtschaftung zurückzog. Zum Glück springt Manfred Engel ein bis ein Nachfolger gefunden ist. Erfreulich: Die Pfalzwerke wollen sich für drei Jahre mit einem Betrag von 3.500 € als Sponsor verdingen, zu dem Betrag käme noch Trikotbeflockung für alle Mannschaften. Im September 2008 gab es Ärger wegen des Dammes. Eine Vertreterin der Kreisverwaltung forderte eine Fortsetzung über die östliche Rundung und 14 Stieleichen, die auf dem Damm gepflanzt werden müssten. Außerdem war das Tor zum Sportplatz geschlossen. Der Ausschuss vermutete die Sportplatzgegner hinter „dieser Attacke“, Vorstand Best will auf der Kreisverwaltung deswegen vorsprechen Norbert Huber gab bekannt, dass er sich aus dem Spielausschuss am Ende der Spielrunde ebenso definitiv zurückzieht wie Klaus Best aus dem Amt des Vorsitzenden. Eine in Erwägung gezogene gemeinsame Weihnachtsfeier mit dem TTC (gemeinsames Essen und Tanz im DGH) wurde im Oktober 2008 begraben, da der TTC seine eigene Weihnachtsfeier macht. Innerhalb der TSG sollen Weihnachtsfeiern wieder in den Abteilungen stattfinden. Diskutiert wurde auch ein Trainerwechsel für die Rückrunde, jedoch ohne Ergebnis. Im Januar 2009 wird vom Vorsitzenden Klaus Best Gerd Niemann (Zellertal) als Trainer 2009/2010 vorgestellt, Schriftführer Reimund Lebkücher bemängelte in der Ausschusssitzung die ungenügende Absprache in der Vorstandschaft: Überall sei der Wechsel bekannt, nur nicht im TSG-Ausschuss. Der Vorsitzende gibt außerdem bekannt, dass er im Falle einer Wahl bei der Generalversammlung (20.März) für weitere zwei Jahre zur Verfügung stünde. Das gleiche gilt für Norbert Ernst als 2. Vorsitzender und Norbert Huber als Spielleiter, Duschen wolle letzterer aber nicht mehr putzen. Für die Bewirtschaftung des Sportheimes hat Ralf Huber einen Plan Freiwilliger erstellt, sucht vor allem aus dem AH-Bereich weitere Helfer. Manfred Engel ist bereit, diese einzuarbeiten, will sich aber auf jeden Fall zurückziehen. In seinem Rechenschaftsbericht betonte der Vorsitzende im März 2009 den normalen Geschäftsbetrieb des verflossenen Jahres, im Vordergrund standen Erhaltung und Pflege der Sportanlagen. Vor allem die Sportwoche habe allergrößte Bedeutung für die TSG, nicht nur in finanzieller Hinsicht. Bei den Aktiven musste bis zum Meisterschaftsende gezittert werden, bis der Klassenerhalt gesichert war. Bei den Jugendlichen sprach Theobald vom weiteren Zuwachs, weshalb dringend weitere Betreuer gesucht werden. Nach Gesundung steht Birgit Wedlich wieder den Turnabteilungen vor, Übungsstunden finden wieder statt. Der Wahlausschuss (OB Strack, R. Schroedel und D. Espenschied) organisierte die fälligen Neuwahlen. Der alte Vorsitzende Klaus Best war erst nach Absage aller weiteren genannten Nachfolge-Kandidaten bereit, das Amt wieder anzunehmen. Dadurch änderte sich bei der Ämterverteilung praktisch so gut wie nichts. Anschließende (unnötige) Diskussionen der Versammlung waren nach Meinung des 1.Schriftführers nur schädlich für den Verein. Diesen Eindruck vermittelte auch die erste Ausschusssitzung nach der Hauptversammlung am 28.4. 2009. Vorsitzender Best habe den Eindruck, dass alle Front gegen Vorstandschaft und vor allem gegen ihn machten. Im Verlauf der Sitzung betont er, dass G. Niemann als zukünftiger Trainer klar sei.

Am 19.Juni 2009 fand eine außerordentliche Generalversammlung im TSG-Sportheim statt, bei der die gesamte Vorstandschaft neu gewählt wurde: Norbert Ernst eröffnete als 2.Vorsitzende die Versammlung, gab den weiteren Wahlakt an den Ehrenvorsitzenden Bernd Stutzmann weiter. Mit einem Glas Sekt feierte die Versammlung zunächst das 10-jährige Bestehen des Sportheimes. Stutzmann erklärte die Wichtigkeit der Sitzung: Nach dem Rücktritt von Klaus Best und dem Abstieg der Aktiven in die Kreisliga sei „ein Neuanfang der TSG Albisheim in personeller, sportlicher, aber auch vereinsinterner Hinsicht dringend erforderlich. Tiefpunkte könnten immer auch Ausgangspunkt einer neuen erfolgreichen Entwicklung sein“ und erwähnte besonders die Notwendigkeit verstärkter Jugendarbeit.

Auch eine bessere Kommunikation im Gesamtverein und eine bessere Außendarstellung sei vonnöten. Die Wahl ging mit folgendem Ergebnis flott und harmonisch über die Bühne:

 

1.Vorsitzender           Rainer Schroedel

2.Vorsitzender           Thomas Baumgärtner

Kassenwartin             Karin Lebkücher

1.Schriftführer           Steffen Früh

2.Schriftführer           Dirk Erlenbach

Gesamtjugendwart     Gerhard Theobald

Technischer Leiter      Ralf Huber

1.Beisitzer                 Gunter Hehs

2.Beisitzer                 Jürgen Ernst

Pressewart                Reimund Lebkücher

Kassenprüfer             Reinhard Giehl, Paul Göhring

Ältestenrat                Hans Beck, Manfred Engel, Norbert Ernst, Norbert Huber und Bernd Stutzmann

 

Anschließend übernahm der neue Vorsitzende die Versammlungsführung, bedankte sich - im Bewusstsein seiner schweren Aufgabe - auch im Namen seiner Vorstandskollegen für das Vertrauen und umschrieb seine Zukunftsplanungen. Ausschüsse sollten verstärkt Vereinsarbeit auf möglichst viele Schultern verteilen. Als neuen Trainer stellte er Norbert Krähe vor. Die ersten Ausschusssitzungen dienten der Installierung eines Spielausschusses (R. Lebkücher, B. Bienroth, D. Erlenbach, R. Huber plus 2 Spieler) und der Vorbereitung der Veranstaltungen 2009 (Saison-Eröffnungsturnier). Lt. K. Lebkücher sei das letzte Stadionfest besser, das Saison- Eröffnungs-turnier nicht so gut wie im Vorjahr verlaufen. Rege Diskussionen entstanden um die Gründung eines Fördervereins. Für die Homepage der TSG liegt derzeit ein günstiges Angebot vor (400 € Einrichtungsgebühr/8 € pro Monat), wird einstimmig angenommen (www.tsg-albisheim.de).

Sorgen bereiten im Verlauf des Jahres die aktiven Fußballer. Tabellenplatz, Trainingsbeteiligung und Außendarstellung sind verbesserungswürdig. Die aktuelle Prämienregelung wird diskutiert. Die Weihnachtsfeier findet 2009 wieder im DGH statt. Angedacht wurde im Ausschuss die Anschaffung eines PC`s mit Internet-Zugang, um Fußball-Ergebnisse transportieren zu können. Sportlich ist der Klassenerhalt stark in Frage gestellt, obwohl der Trainer einen guten Draht zur Mannschaft habe. Angedacht ist die Streichung der Prämie oder des Mannschaftsessens nach dem Donnerstag-Training, weil das Verhalten einiger Spieler dazu Anlass gebe. Bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 13.11.2009 wurde von den 24 anwesenden Mitgliedern einstimmig beschlossen, für den Kauf einer Photovoltaik-Anlage auf dem Sportheim-Dach einen Kredit bei der Volksbank Alzey aufzunehmen. Die Anlage soll sich nach ca. 10,5 Jahren amortisieren und kostet rd.40 000 €.

Noch 2009 war die TSG-Homepage online.

Im Januar 2010 konnte grünes Licht zur Gründung des lange geplanten Fördervereins gegeben werden Gründungsversammlung am 7.Mai 2010). Außerdem wurde im Ausschuss Organisation und Durchführung des Jubiläums „125 Jahre TSG Albisheim“ angesprochen. Aus alter Tradition ist eine Festschrift geplant, der Festkommers soll am 19.August 2011 über die Bühne gehen. Mit Tanzmusik geht es in der Pfrimmhalle samstags und sonntags mit Frühschoppen und Ehemaligentreff weiter. Im Rechenschaftsbericht des Vorsitzenden Rainer Schroedel (Generalversammlung am 19.3.2010) wurden außergewöhnliche Ereignisse des abgelaufen Geschäftsjahres besonders herausgestellt, wie z. B. den Rücktritt von Klaus Best als 1.Vorsitzenden und die daraus folgende außerordentliche Generalversammlung mit Neuwahlen sowie das sportliche Debakel mit dem Abstieg der Aktiven in die Kreisliga sowie die andauernde Talfahrt der Fußballer bis ins aktuelle Jubiläumsjahr. Nach der Trennung von Norbert Krähe liegen die Trainingshoffnungen auf Bernd Bienroth, der mit großem Einsatz versucht, den drohenden Abstieg in die Kreisklasse zu verhindern. Hintergrund: Im Februar 2011 rangiert die TSG Albisheim in der Kreisliga auf dem vorletzten Platz ! Mit besonderem Dank wurde Norbert Huber als langjähriger Spielleiter verabschiedet, den Bericht der Aktiven verlas sein Sohn Ralf. Im Verlauf der Hauptversammlung stellte R. Schroedel mit Beamer die von der Vorstandschaft ausgearbeiteten Satzungsänderungen vor, die nach Diskussion beschlossen, aber erst im zweiten Anlauf vom Amtsgericht akzeptiert wurden. Lobend wurde erwähnt, dass im November 2009 die geforderten Baumpflanzungen erfolgten und der Lärmschutzwall von Verwucherungen befreit wurde. Nicht geklärt werden konnte die Nachfolge Manfred Engels im Sportheim. Wegen der Fußball-WM in Südafrika fand das Saison-Eröffnungsturnier 2010 nur mit acht Mannschaften statt. In der Sitzung am 24.8.2010 wurde die Verpachtung des Sportheimes an Eugen Volk mehrheitlich beschlossen, die Verpachtung begann am 1.10.2010. Im Oktober sandte der 1.FCK eine Zusage zu einem Freundschaftsspiel der Traditionsmannschaft gegen TSG-AH (Termin: 30.7.2011), die Kosten sollen durch Sponsoren „gedeckt bzw. gemindert werden“. Der im November terminierte Neujahrsempfang fürs Jubiläumsjahr (9.1.2011) wurde wie der Brunch (23.1.2011) als Dank der TSG an ehrenamtliche Helfer und Trainer/Betreuer) zu einem schönen Erfolg und war gut besucht.  Im Dezember 2010 wurde beschlossen, Paul Göhring, Bernd Göhring, Bernd Karg und Reinhard Weil beim Festkommers im August 2011 zu Ehrenmitgliedern zu ernennen, was eine allgemeine Diskussion über die Ernennung zu Ehrenmitgliedern (wer ? wann ?) auslöste.

 

Diese Arbeit wurde abgeschlossen am 3.Februar 2011 und soll noch durch Bilder ergänzt werden !

                                                   gez. Bernd F. Stutzmann